Brauche ich einen Webseiten-Prototypen, z.B. mit Figma?

Letzte Aktualisierung
25. Januar 2026
Autor
Nicolas Grimm

In Kürze

Ein Prototyp ist im Grunde ein interaktiver Bauplan deiner Webseite, der meistens in Figma erstellt wird. Er sieht bereits aus wie die fertige Seite und lässt sich sogar bedienen, kommt aber noch komplett ohne Programmierung aus. Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass er deine sprudelnden Ideen aus dem Kopf sicher auf das digitale Papier bringt. So werden Logikfehler oder unklare Klickpfade sichtbar, noch bevor die teure Entwicklung startet – das sorgt für eine klare Vision, bei der alle Beteiligten genau wissen, wovon sie reden.

In finanzieller Hinsicht ist das Prototyping eine echte Versicherung für dein Budget. Korrekturen an einem Designmodell sind innerhalb von Minuten erledigt, während Fehler im fertigen Code später massiv Zeit und Geld fressen. Trotzdem ist ein Prototyp kein Muss für jedes Projekt. Bei sehr simplen Visitenkarten-Webseiten oder wenn du auf Standard-Templates setzt, wäre der Planungsaufwand oft ein Overkill. In solchen Fällen ist es effizienter, direkt mit der Umsetzung zu starten und die Ressourcen an anderer Stelle einzusetzen.

Du planst gerade dein neues Projekt? Gratuliere! Das ist die spannendste Phase. Alles ist möglich, die Ideen sprudeln. Sicher bist du schon über den Begriff Prototyping gestolpert (oft im Zuahmmenhang mit Tools wie Figma).

Aber ist das für dein Projekt wirklich notwendig oder nur ein teurer Umweg? Hier erfährst du, warum ein Prototyp den entscheidenden Unterschied machen kann – und wann du ihn dir sparen kannst.

Was ist ein Prototyp eigentlich?

Stell dir vor, du baust ein Haus. Du würdest niemals den ersten Stein setzen, ohne vorher einen detaillierten Bauplan gesehen zu haben. In der Entwicklung von Webseiten oder Software ist Figma das Architekten-Tool.

Ein Prototyp ist ein interaktives Designmodell deiner Webseite. Es sieht aus wie die fertige Seite, man kann Buttons klicken und durch Menüs navigieren – aber es existiert noch kein Code im Hintergrund. Es ist die Brücke zwischen deiner Vision und der technischen Umsetzung.

Gründe, warum du nicht darauf verzichten solltest

Vom Kopf aufs Papier: Endlich wissen, wovon man redet

Jeder kennt das wahrscheinlich: Man beschreibt eine Idee, und das Gegenüber nickt. Aber sieht dein Gegenüber wirklich dasselbe Bild vor sich wie du? Meistens nicht. Ein Prototyp macht deine Vision greifbar. Er zwingt dazu, vage Ideen konkret zu Ende zu denken.

Oft ist im Kopf alles einfach – auf dem Papier wird es dann schwer. Der Prototyp bringt diese Herausforderungen ans Licht:

  • Macht diese Funktion an dieser Stelle überhaupt Sinn?
  • Wie kommen die Kunden eigentlich von der Startseite zum Produkt?
  • Passt der Text wirklich in dieses Feld?

Erst wenn die Idee digital in Figma existiert, gibt es eine echte Diskussionsgrundlage. Anstatt über abstrakte Wolken zu spekulieren, geht es um konkrete Wireframes und Abläufe. Das erleichtert die gesamte Vorarbeit massiv.

Logikfehler finden, bevor sie Geld kosten

Es ist der Klassiker in der Webentwicklung: Die Programmierung startet und nach zwei Wochen fällt auf: „Moment mal, wenn der User hier klickt, landet er ja in einer Sackgasse!“

In der Programmierung kosten solche Korrekturen richtig viel Zeit – und damit dein Budget. Im Prototyp lassen sich diese logischen Fehler oder Sackgassen innerhalb von Minuten finden. Ein Element verschieben oder einen Klickweg neu zeichnen ist in Figma ein Klacks.

Ein Fehler, der im Prototyp gefunden wird, kostet dich ein Lächeln. Ein Fehler, der erst im fertigen Code auftaucht, kostet dich bares Geld.

Kommunikation auf Augenhöhe: Keine Missverständnisse mit Freelancern

Egal, ob die Zusammenarbeit mit mir als Freelancer oder später mit einer Agentur stattfindet: Ein Prototyp ist die beste Versicherung gegen das typische „Das habe ich mir aber ganz anders vorgestellt“.

Durch den Prototypen ist glasklar, wovon gesprochen wird. Es gibt keine Interpretationsspielräume mehr. Das sorgt für einen reibungslosen Ablauf:

  • Präzise Offerten: Je klarer der Prototyp, desto genauer lässt sich sagen, was die Umsetzung kostet. Es muss weniger «Sicherheitsmarge» eingerechnet werden.
  • Kürzere Feedbackschleifen: Es ist bereits vor der ersten Zeile Code bekannt, wie das Endergebnis aussehen soll. Entsprechend wird die Entwicklung weniger Ressourcen in Anspruch nehmen und weniger kosten.
  • Sicherheit: Du bekommst genau das, was du im Prototyp abgenommen hast.

Wann es keinen Sinn ergibt.

Es gibt jedoch Situationen, in denen ein Prototyp schlichtweg Overkill ist und wertvolle Zeit frisst:

  • Schneller erster Entwurf (MVP): Wenn es nur darum geht, eine Idee extrem schnell live zu testen und das Design zweitrangig ist.
  • Kleine „Visitenkarten“-Seiten: Bei einer simplen Webseite mit nur zwei oder drei Unterseiten ohne komplexe Funktionen ist der Planungsaufwand oft höher als die direkte Umsetzung.
  • Standard-Templates: Wenn ein fertiges Design genutzt wird, bei dem lediglich Texte und Bilder ausgetauscht werden.

Fazit: Was passt zu deinem Projekt?

Ein Prototyp hilft dabei, Klarheit zu gewinnen und Kosten zu sparen, indem Probleme gelöst werden, bevor sie entstehen. Er bringt deine Ideen geordnet auf den Punkt. Wenn das Projekt jedoch sehr simpel ist, kann die Zeit besser direkt in die Umsetzung investiert werden.

Hast du eine Idee im Kopf, die du gerne einmal visualisiert hättest? Lass uns prüfen, ob deine Vision den Klick-Check in Figma bestehen würde, bevor die Programmierung startet.

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